Being Authentic 2018 – Ein persönlicher Bericht

Mittendrin, statt nur dabei. :-)

Foto: Jan Kuhlmann

Einleitung
Im November 2016 war Martin Rheinländer von Männlichkeit Stärken bei einer Veranstaltung der Mainzer MännerInitiative (MM) anlässich des Internationalen Männertags als Speaker gebucht.

Ich traf mich dann einen Tag später im Starbucks in Mainz mit ihm, um mich mit ihm auszutauschen und um ihm für seinen Gastartikel im MännerPortal noch mal persönlich zu danken. Bei diesem Treffen lernte ich auch Sven Siebert von Authentic Charisma kennen. Wir unterhielten uns angeregt und er lud mich spontan ein, als Gast bei seiner kurze Zeit später stattfindenden Veranstaltung Being Authentic teilzunehmen. So kam es, dass ich im Dezember 2016 am letzten Tag der Veranstaltung teilnahm.

Das Publikum bestand überwiegend aus jüngeren Männer unter 30  und da auch die Veranstalter alle in diesem Alter waren, war es für mich nicht verwunderlich, dass das Thema „Flirten und Frauen ansprechen“ einen relativ großen Raum einnahm.

Soweit ok, aber was ich dann noch mitbekam, hatte ich in dieser Form nicht erwartet und überraschte mich positiv.

Die Prozesse, die Sven Siebert, Dominik van Awe und Andy Friday mit dem Publikum machten, waren richtig gute Männerarbeit. Kraftvoll, stärkend und aufbauend. Ich spürte eine gute und gesunde Energie im Kreis der Männer.

Being Authentic 2018
Entsprechend hoch waren meine Erwartungen als ich am 13. Januar 2018 nach Offenbach zur Being Authentic 2018 fuhr. Ich musste allerdings feststellen, dass es diesmal keine reine Männer-Veranstaltung war, auch wenn die überwiegende Anzahl der Teilnehmer aus Männer bestand. Der Frauenanteil belief sich auf geschätzte 5-7 Prozent.

Wie mir Sven später erklärte, hatte sich das Authentic-Charisma-Team vor einigen Monaten entschlossen, das inhaltliche Portfolio zu erweitern und das Angebot weg von der reinen Männerarbeit in Richtung Persönlichkeitsentwicklung  zu erweitern bzw. zu verändern.

Ich führte mit vielen Teilnehmern im Vorfeld der Veranstaltung Gespräche und fragte u.a. welche Erwartungen sie hatten und warum sie hier waren. Die überwiegende Anzahl der Männer antwortete, dass es ihnen um Persönlichkeitsentwicklung ginge und weniger um das Selbstverständnis als Mann.

So gesehen ist das neue Konzept schon bei dem Klientel von Authentic Charisma angekommen.

Die Veranstaltung fand diesmal in Offenbach statt in einer größeren Location. Auch die Anzahl der Teilnehmer hatte sich gegenüber 2016 auf ca. 130 Menschen verdoppelt.

Beginn
Die Veranstaltung wurde moderiert von Tom Karppinen. Der sympatische Finne mit Wohnsitz in Frankfurt führte mit viel Humor und authentischen Statements durch das Programm und war sich auch nicht zu schade, aktiv an den einzelnen Prozessen teilzunehmen.

Er schaffte es immer zu Beginn eines neuen Progammpunktes, die Energie des Publikums im Saal hochzufahren, um den jeweiligen Speaker willkommen zu heißen.

Teambuilding
Zu Beginn der Veranstaltung wurden zunächst verschiedene Teams gebildet, die dann im Laufe der zwei Tage immer wieder zusammen kamen. Jedes Team konnte sich einen Teamnamen geben und kreirte sich ein Teammotto. Da ich zusammen mit Tom Karppinnen in einem Team war, war klar, dass unser Teamname TomTom-Team lautete. 🙂

Foto: Jan Kuhlmann | rechts: Tom Karppinen, mitte: Tom Süssmann

Dieser Teambuilding-Prozess war sehr stark und sehr emotional. Ich finde es immer wieder berührend, wenn sich Menschen, die sich zuvor noch nie begegnet sind, auf diese Weise sehr schnell näherkommen und ein gewisses Maß an Vertrauen entsteht.

Das Programm
Den ersten Programmblock gestaltete Dominik van Awe mit dem Thema „Wie du in 3 Schritten täglich mehr Selbstvertrauen gewinnst“. Sein Motto war: „Man kann nie zu selbstbewusst sein.“ Dieses Statement unterlegte er mit seinen „4 Säulen des Selbstbewusstseins“. Ich möchte an dieser Stelle aus Platzgründen nicht auf den gesamten Inhalt eingehen.

Besonders gut gefallen hat mir allerdings, dass er mit einigen Mythen der Körpersprache aufgeräumt hat. Zum Beispiel habe ich schon des öfteren gehört, dass es nicht gut sei, jemanden mit verschränkten Armen gegenüber zu treten. Das sei ein Zeichen von Verschlossenheit oder Ablehnung.

Foto: Jan Kuhlmann | Dominik van Awe

Dominik machte klar, dass es immer auf den Kontext ankommt und dass diese Körperhaltung auch Entspanntheit oder Souveränität ausdrücken kann. Genauso habe ich es auch schon immer gesehen. Endlich wurde hier mal dieser Mythos entzaubert.

Bodyhacking
Ein weiteres Highlight war der Auftritt von Ötzi Dogan von Primal State. Auch eine Fußverletzung konnte ihn nicht davon abhalten, auf Krücken die Bühne zu erklimmen und dem Publikum einzuheizen.

Foto: Jan Kuhlmann | Ötzgür „Ötzi“ Dogan

Beim Biohacking geht es darum, deinen körperlichen Zustand zu verändern z.B. durch Nahrung, Temperatur, Licht oder Geräusche. Du kannst jederzeit Deine Umgebung oder deine Wahrnehmung beeinflussen, um dein Befinden zu verändern.

Ötzi forderte uns mit einem praktischen Beispiel heraus, durch gezielte Atmung unseren Energiezustand nach oben zu ziehen. Ich muss sagen, das hat hervoragend funktioniert, auch wenn die zunächst körperlich einfach erscheinende Übung dem ein oder anderen heftigen Muskelkater in den Beinen beschert hat.

Sven Siebert
Erwähnenswert finde ich auch die Performance von Sven Siebert zum Thema „Dein Fundament für ein abenteuerliches Leben“, bei der er die Teilnehmer aus der passiven Zuschauerrolle heraus holte und sie in viele kleinere, aber intensive Prozesse führte.

Foto: Jan Kuhlmann | Sven Siebert

Die Energie, die hier spürbar war, und der Effekt auf die Teilnehmer erinnerte mich an meinen Tag auf der Being Authentic 2016. So war ich wieder etwas ausgesöhnt mit der Tatsache, dass ich hier nicht auf einer reinen Männerveranstaltung war.

Fazit
Auch wenn meine Erwartung, eine kraftvolle Männer-Veranstaltung zu erleben nicht erfüllt wurde, so war ich nicht enttäuscht bei der Being Authentic dabei gewesen zu sein.

Im Gegenteil. Die Begeisterung und das Herzblut der Macher von Authentic-Charsima war zu jeder Zeit spürbar. Dem Anspruch, Veränderungen im Leben von Menschen herbei zu führen, wurden sie vollstens gerecht und ich bin gespannt, welche neuen Ideen die Kreativität dieser Männer noch hervor bringen wird.

 

Über Tom Süssmann 43 Artikel
Tom Süssmann ist Jahrgang 1957 und hat zwei Söhne (geb. 1994 und 1999).

Tom Süssmann versteht sich selbst als Botschafter der Männersache.

Er beschäftigt sich schon seit 2006 mit dem Thema Männer-Arbeit und ist selbst durch viele Höhen und Tiefen des Mannseins gegangen.

Tom heute: "Die Männer-Arbeit hat mein Leben gerettet."

Tom begleitet als Männer-Coach andere Männer auf deren Weg zu einem authentischen Mannsein. Dazu hat er das Konzept "Einfach Mannsein!" entwickelt.

Mit den Basics als Mann gibt Tom Männern ein solides Fundament für ihrSelbstverständnis als Mann:
  • ■ Die Aussöhnung mit dem Vater
  • ■ Die gesunde Ablösung von der Mutter
  • ■ Emotionale Abhängigkeiten vom Weiblichen beenden
  • ■ Warum bist du hier?

Tom hat 2016 das www.MaennerPortal.Net (MPN) gegründet. Ein Portal, auf dem die verschiedensten Aspekte des Mannseins beleuchtet werden. Es ist mittlerweile eine beliebte Anlaufstelle für Männer, die sich mit dem Thema auskennen, aber auch für Männer, die erst anfangen. sich darüber zu informieren.

Mittlerweile hat sich das MPN zur Nr. 1 für Männer-Arbeit im deutschsprachigen Raum entwickelt.

Tom im Web:
MännerPortal.Net auf Facebook
Einfach Mannsein!
Einfach Mannsein! auf Facebook
Ganzheitliches WebDesign

1 Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*