Ältester sein – Teil 4

Mein Selbstverständnis als bewusst älter werdender Mann.

Foto: Unsplash | jared-sluyter

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Einladung an älter werdende Männer

In diesem letzten von vier Texten über mein Selbstverständnis als älter werdender Mann möchte ich auf das zurückgreifen, was ich eingangs im ersten Teil über den Umgang mit dem Älterwerden sagte:

Entweder nehme ich mein naturbedingtes Älterwerden an, oder ich kämpfe dagegen an, wie ich es aus meinen vorausgegangenen Lebensphasen kenne.

Letzteres beschreibt ein Verhalten, das ich bei vielen Männern beobachte, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Milieu oder sozialen Status.

Was hinter dieser Abwehr des Älterwerdens steckt, ist – nach meinen Erfahrungen mit Männern auf zahlreichen Initiationswochenenden – das Symptom einer tief sitzenden Angst vor Versagen.

Diese Angst scheint mir der größte und komplexeste Schatten eines Mannes in unserer heutigen Welt zu sein, der seine Ursache in einem mehr oder weniger großen Mangel der fundamentalen frühkindlichen Erfahrung liegt: sich angenommen, anerkannt, bedingungslos geliebt zu fühlen.

Der darin begründete Folgemangel an Vertrauen in sich selbst und in das Leben bringt den Schatten der Versagensangst hervor, der eine gesunde Entfaltung der männlichen Lebensenergien beeinträchtigt, behindert oder total blockieren kann.

Meine Einladung an älter werdende Männer ist, sich diesen Zusammenhang bewusst zu machen und das eigene gelebte Leben daraufhin zu reflektieren. Ich möchte diese kritische Selbstbetrachtung mit den folgenden Gedankengängen unterstützen:

Versagensangst und ihre Folgen für Leben und Älterwerden

Ende Vierzig bemerkte ich, dass ich nicht mehr so zügig und ausdauernd schwimmen konnte, wie mit Dreißig oder Zwanzig oder als Jugendlicher, und dass ich beim Boxtraining bereits in der zweiten Runde schwere Arme bekam. Diese Signale meines Körpers erlebte ich damals wie eine Bedrohung: „Jetzt baust Du aber gewaltig ab!“ – so interpretierte meine mir anerzogene Männlichkeit die Signale meines Körpers.

Es sollte noch Jahre unbewusster Abwehr des Unausweichlichen dauern, bis mir klar wurde, dass mich da ein ziemlich mächtiger Schatten in seinen Fängen hatte: der Schatten meiner Angst, als Mann zu versagen – als Liebhaber, als Sportler, als Pädagoge und als Familienvater.

Durch meine Initiation im Jahr 2000 und die mit ihr begonnene Arbeit an der Integration voneinander getrennter, teilweise sogar gegeneinander isolierter Persönlichkeitsanteile habe ich gelernt, dieser Angst, diesem tief sitzenden und komplexen Schatten ins Gesicht zu sehen und in Lebensenergie, in Kraft zu wandeln: in eine Kraft, die ich früher zwar immer wieder einmal gespürt hatte, aber nie zu ihrer vollen Entfaltung bringen konnte – eine archetypische Energie, aus der heraus ich seit einigen Jahren mein Leben in neu gewonnener Klarheit kraftvoll zu leben und zu gestalten lernte. Ich komme im letzten Abschnitt dieses Teils auf diese Erfahrung zurück.

Ohne sie wäre es mir nicht gelungen, mich meiner ansozialisierten Versagensangst zu stellen. Ohne sie würde es mir noch heute so ergehen wie den meisten Männern, die von diesem Schatten ihr Leben lang getriggert werden. Dies ist nachweislich vor allem bei jenen der Fall, die als Junge zu wenig oder gar keine Anerkennung von ihren Vätern geschenkt bekommen haben.

Die nicht gewandelte Angst vor Versagen führt bei vielen Männern zu Störungen ihrer Persönlichkeit, bis hin zu zwanghaften, selbst-zerstörerischen Verhaltensweisen. Zu Mustern, die bewirken können, dass ein Mann seinen Körper von sich abspaltet. Dadurch kann es dazu kommen, dass er, um sein unbewusstes Abwehrverhalten gegen sein mangelndes Selbstwertgefühl aushalten zu können, zu viel isst und trinkt. Oder aber, dass er ins andere Extrem verfällt.

Dass er sich verbissen seine Bizeps aufpumpt und seinen abgespaltenen Körper der Identifikation mit medial vermittelten Idolen unterwirft: vielleicht, um als Mann sexuell attraktiv zu wirken oder anderen Männern Konkurrenz bieten zu können – oft wirken beide unbewusst übernommenen Absichten als treibende Kraft und zugleich als Angstdruck erzeugende Motive zusammen.

Angstbedingte Umgangsweisen mit dem Älterwerden

Solche Extrembeispiele fremdbestimmter und fehlgeleiteter Männlichkeit sehe ich überall, vor allem in Großstädten. Gepaart mit sozialer Frustration, besteht bei Männern mit zerspaltener bzw. desintegrierter Persönlichkeit die Gefahr, dass sich ihre latente bis offen zutage tretende negative Aggression unkontrolliert in Gewalttaten entlädt.

Mit zunehmendem Alter und dem damit einhergehenden Verfall physischer Attraktivität kehrt sich ihre bis dahin überwiegend nach außen gerichtete Aggression – nicht selten durch Selbstverachtung verstärkt – gegen sie selbst.

Und ich sehe Männer, die schon früh gelernt haben, sich klein zu machen und sich mit so gut wie allem in ihrem Leben abzufinden. Männer, die nicht anders können, als sich – genau so angstgesteuert – in ihr Schicksal zu fügen, also auch in das ihres Älterwerdens.

Sie machen einen großen Teil meiner Generation aus und scheuen jedes Risiko, sich zu verändern. Rundum versichert, ziehen sie sich mit zunehmendem Alter aus dem Leben zurück und setzen sich damit der Gefahr ihrer Vereinsamung aus. Wer es sich finanziell leisten kann, findet ein Appartement in einer Senioren-Residenz, wo er nun ein letztes Mal, wie gewohnt, sich in Strukturen und Abläufen einrichtet, die ihn vor zu viel herausfordernder Lebendigkeit schützen.

Und ich sehe finanziell noch besser gestellte Männer, die sich so ziemlich alles leisten können, was Wellnessfarmen, Kosmetikindustrie und Schönheitschirurgie anzubieten haben. Männer, die fest davon überzeugt sind, mit diesen Errungenschaften einer auf Selbstoptimierung gepolten Welt ihr Älterwerden in Schach halten zu können – alle Torheit und Tragik eines solchen Narzissmus verdrängend.

Sie hängen so sehr an dem, was sie bis dahin als das ihnen zukommende Leben gelebt haben. Kein Wunder, dass solchen Männern jedes Anzeichen physischen Alterns zur existenziellen Bedrohung wird. Viele von ihnen leiden regelrecht am Erleben ihrer Vergänglichkeit und betrachten ihr Leben, je älter sie werden, nicht mehr als lebenswert.

Seltener begegne ich Männern, die sich schon früh in ihrem Leben mit den Fragen einer kraftvollen und liebesfähigen Männlichkeit befasst haben. Männern, die in ihrem Leben das größte Geschenk sehen und den Sinn ihres Menschseins und Mannseins darin erblicken, sich selbst und damit ihr Leben in die Welt hinein zu entfalten – und dies schon früh, lange bevor ihr Älterwerden sich bemerkbar machte.

Solche Männer beginnen von einem bestimmten, von ihnen als richtig empfundenen Zeitpunkt an, ihr Leben bewusst in den Blick zu nehmen und sich aus ihm würdevoll zu verabschieden.

Wie auch immer Männer mit ihrem Älterwerden umgehen mögen – eines steht fest: dass jedes Älterwerden vom zuvor gelebten Leben voll und ganz geprägt ist, dass jedes gelebte Leben irgendwann auf sein Ende zuläuft und in jene Phase übergeht, die wir Menschen als unser Älterwerden erleben und deshalb auch so bezeichnen.

Älterwerden als die Lebensphase, in der das gelebte Leben bewusster betrachtet werden kann

Doch, was tun, wenn diese Lebensphase sich bemerkbar macht? Wenn die Muskeln erschlaffen, wenn mit der Haut auch die Tatoos Falten schlagen und der Testosteronspiegel Richtung Null tendiert?

Was tun, wenn das Übergewicht die Gelenke überfordert und sie durch künstliche ersetzt werden müssen; wenn das Herz verrückt spielt und jede körperliche Belastung und damit auch sportliche Betätigung ausgeschlossen ist?

Und, was tun, wenn die Partnerin oder der Partner gestorben ist und die Kinder und Enkelkinder weit weg sind, wenn Vereinsamung droht?

In jedem Fall bedarf es einer tief greifenden Besinnung auf sich selbst, das gelebte Leben und das, was das gegenwärtige Leben an Möglichkeiten bereithält, ein sinnerfülltes Älterwerden selbstständig gestalten zu.

Wie eingangs schon gesagt: Entweder nehme ich mein naturbedingtes Älterwerden an, oder ich kämpfe dagegen an, genau so, wie ich es aus meinen vorausgegangenen Lebensphasen kenne. Oder aber ich ziehe mich aus dem Leben zurück und füge mich in mein Älterwerden, um dann nur noch, bis zum letzten Atemzug, hinwegzualtern.

Ich lade jeden meiner Altersgenossen dazu ein, sein Älterwerden anzunehmen, was nicht weniger ist, als sein ganzes gelebtes Leben anzunehmen, anzuerkennen und zu würdigen.
Denn Älterwerden lässt sich, wie bereits angedeutet, von dem bis dahin gelebten Leben nicht abtrennen. Vielmehr zeigt sich mir gerade in dieser finalen Lebensphase sehr deutlich, wie ich als Mensch und als Mann gelebt habe.

Ich habe dafür in den vergangenen Jahren eine Sicht auf mein Leben eingeübt, vergleichbar dem Blick eines Theaterbesuchers auf eine sich vor ihm weit ausdehnende Bühne – einen Panoramablick also, der mir mein gelebtes Leben in seiner ganzen Weite, Verwobenheit und Dichte vor Augen führt – immer wieder neu und mit jeder hinzutretenden Erinnerung wieder etwas reicher an Einsicht, Erfahrung und Verstehen dessen, was sich einmal als mein Leben ereignet hat.

Ein solcher, dem gelebten Leben gegenüber sich offen haltender Blick wird aber erst dann ein Blick sein können, der mein gegenwärtiges Älterwerden bereichert, wenn ich bereit bin zu lernen, mich von eingeübten Mustern des Deutens und Bewertens von Situationen und Personen meines Lebens zu distanzieren; wenn ich bereit bin, solche Muster auf ihr Zustandekommen hin zu befragen, sie zu hinterfragen, um dadurch einen differenten, differenzierteren und differenzierenden, vielleicht sogar revidierenden Blick auf Erlebtes zu gewinnen.

Es ist ein Geschenk unseres Älterwerdens, dass es Zeit und Raum dafür bereit hält, im Nachgang unseres Lebens zu tieferen Einsichten zu gelangen: zu Einsichten, die uns seinen Verlauf, seine Wege und Irrwege, seine Höhen und Tiefen, seine Erfolgsgeschichten und seine Tragödien verständlicher werden lassen; zu Einsichten, die wir in früheren Phasen unseres Lebens noch nicht gewinnen konnten, weil wir die dafür notwendigen Erfahrungen noch vor uns hatten.

Indem ich dieses Geschenk meines Älterwerdens als Herausforderung betrachte und aktiv annehme, erlebe ich diese Phase meines Lebens wie eine Zeit der Ernte für alles, was ich in den Lebensphasen davor ins Werk gesetzt habe. Und indem ich mich darauf einlasse, mir mein gelebtes Lebens auf ehrliche Weise zur Erinnerung zu bringen und zu betrachten, erlebe ich mich zugleich als ein Mann, der seinem Leben in voller Verantwortung für alles gegenübertritt, was er aus ihm, und damit aus sich selbst, gemacht hat – einschließlich aller Fehlentscheidungen, allen Scheiterns und aller Versäumnisse – und damit auch dessen, was er aus seinem Leben nicht gemacht hat, was aus seinem Leben zu machen ihm versagt blieb oder auch, was er hätte aus seinem Leben machen können.
Dies alles gehört zum ganzen, weil wahrhaftigen Panoramablick aufs eigene Leben.

Älterwerden im Kontakt mit den Lebensenergien

Aber erst als älter werdender Mann habe ich die nie so groß gewesene Chance erkannt, mich diesem, immer wieder von neuem nach innen zu richtenden Blick, widmen zu dürfen, bis mein ganzes gelebtes Leben sich mir irgendwann als „meine ganz persönliche Odyssee“ vor mir ausgebreitet haben wird und mir zuruft:

„Ja, Du hast gelebt!“

Diese Sicht, dieser Blick, dieses Befragen und Prüfen des eigenen Lebens ist für mich Üben von Weisheit – aber nicht erst, seit ich mir meines Älterwerdens bewusst geworden bin: Weisheit, verstanden als spirituelle Praxis oder als Praxis der Spiritualität meines Mensch- und Mannseins.

Spiritualität ist für mich – mit Gert Scobel – „eine Art und Weise des eigenen Nachdenkens und Lebens, im Angesicht der Tatsache, dass wir vergänglich sind“; ich füge hinzu: und im Angesicht der Tatsache, die der Vergänglichkeit allen Lebens innewohnt: dass unser Leben, wie alles Leben, endlich ist – was auch immer sein Ende in einem größeren Zusammenhang sein und bedeuten mag.

Spiritualität und Weisheit in diesem Sinne fallen nicht vom Himmel oder stellen sich quasi automatisch mit zunehmendem Alter ein, sondern entwickeln sich ein Leben lang – so die Weisheitsforscher Paul Baltes oder Judith Glück. Nicht anders verhält es sich mit meinem Heranreifen als Mann, und zwar bis zum heutigen Tag.

Spiritualität und Weisheit bedeuten für mich: bewusst zu leben, bewusst zu handeln, bewusst zu sein – ganz im Sinne der griechischen Imperative: „Werde, der du bist ! – Alles mit Maß ! – Sei !“

Als ich mich kürzlich mit dem Stand der heutigen Weisheitsforschung beschäftigte, fiel mir auf, dass zwischen den in Forschungsberichten genannten Entwicklungsbedingungen von Weisheit und den Energien der Männlichkeit inhaltliche Entsprechungen bestehen.

Was aber sind Energien der Männlichkeit?

Unserem äußeren physischen Körper und Organismus und seinen Vitalkräften entspricht ein innerer Körper und Organismus unserer geistig-seelischen Lebenskräfte. Sie zeigen sich in unseren Empfindungen, Gefühlen und psychischen Dynamiken und Zuständen.

Der bewusste Umgang mit diesen Lebensenergien und psychischen Dynamiken kann erlernt werden. So, wie wir erlernen können, unsere Chakren wahrzunehmen oder die Energieflüsse in den Meridianen nach der chinesischen Medizin.

In unserer Kultur wird dieser Umgang mit geistig-seelischen Energien, die so real sind wie die Hormonausschüttungen der Hirnanhangdrüse,  immer noch als „esoterisch“, im Sinne von Scharlatanerie, abgestempelt, obwohl das griechische Wort Esoterik nicht mehr bedeutet als „das Innere“ oder „Innen“ des ganzen Menschen.

Die Energien der Männlichkeit sind mit Fähigkeiten verbunden, die in der Tiefenpsychologie den so genannten Archetypen des Mannes zugeschrieben sind:

  • bedingungslos zu lieben – wie ein mitfühlend Liebender
  • authentisch entscheiden und entschieden und kraftvoll zu handeln – wie ein willensstarker Krieger
  • sich vorzustellen, etwas zu erreichen, ohne dabei diejenigen aus dem Auge zu verlieren, die davon betroffen sein könnten – wie ein weitsichtiger Magier
  • das Außen und Innen, die Gegensätze und Widersprüche, Licht und Schatten auszubalancieren und zu integrieren – wie ein souveräner König.

Diese Fähigkeiten können im alltäglichen Leben erlernt werden, wenn ich in der Lage bin, mit den Archetypen meines inneren Liebenden, meines inneren Kriegers, meines inneren Magiers und meines inneren Königs in Kontakt zu treten.

Was aber bedeutet: Archetypus, Archetyp?

Das griechische Wort für Beginn, Anfang oder Uranfang heißt: Arche, sein Adjektiv: archaisch. Das griechische Wort für das Besondere an einer Sache oder seine Ausprägung oder Gestalt heißt: Typus.

Archetypus bedeutet also: eine von Anfang an besondere Ausprägung einer immateriellen Sache oder Gestalt: hier also die Gestalten oder Inbilder der Lebensenergien des Mannes, die von Carl Gustav Jung als Archetypen bezeichnet worden sind:

die Lebensenergie des Anteils des Liebenden,
die Lebensenergie des Anteils des Kriegers,
die Lebensenergie des Anteils des Magiers,
und die Lebensenergie des Anteils des Königs.

Nach den Erkenntnissen der Weisheitsforscherin Judith Glück lassen sich die männlichen Archetypen Einstellungen und Verhaltensweisen zuordnen, die die Entwicklung von Weisheit begünstigen:

 Dem Liebenden sind Neugierde, Offenheit, Achtsamkeit, Einfühlsamkeit und Mitgefühl anderen gegenüber; bewusster Kontakt und Umgang mit den eigenen Gefühlen und Emotionen sowie intensives Wahrnehmen und Regulieren ihrer Dynamiken zuzuordnen.

Dem Krieger sind Bereitschaft, sich auf neue Erfahrungen einzulassen; entschiedenes Vertreten des eigenen Standpunktes und der eigenen Wahrheit; tolerantes Begrüßen anderer Denk- und Sichtweisen als Herausforderung, an ihnen zu wachsen; aktives Voranbringen notwendiger Veränderungen; willengeleitetes, tatkräftiges Umsetzen eigener Entscheidungen zuzuordnen.

Dem Magier sind imaginatives Vorwegnehmen von Erwünschtem oder Möglichem; Akzeptieren-können des Unkontrollierbaren und Unabänderlichen; realistisches Einschätzen eigener Möglichkeiten und Grenzen sowie der Konsequenzen selbst gesetzter Ziele – für sich und andere zuzuordnen.

Dem König sind ungetrübtes wie unvoreingenommenes Erfassen der Wirklichkeit: ihrer Komplexität, Prozesshaftigkeit und Veränderlichkeit; Akzeptieren der Vergänglichkeit und Endlichkeit des Lebens (Demut); Annehmen und Integrieren von Widersprüchen und Paradoxien; Bestimmen-können des rechten Zeitpunkts für notwendiges Handeln; intuitives Überschauen von Konflikten und Problemlagen und sie in Richtung gerechten Ausgleichens oder befriedenden Übereinkommens lösen können; sich selbst kritisch betrachten und hinterfragen können
sowie ein kreatives Integrieren der Einstellungen und Verhaltensweisen des Liebenden, Kriegers und Magiers zuzuordnen.

Wie an den genannten Einstellungen und Verhaltensweisen des Königs abzulesen ist, bedarf es sicher eines ganzen Lebens, ihre höchste Entfaltung zu erreichen. Meine innere Arbeit daran und mein inneres Wachsen durch diese Arbeit hatte mich auf den Weg zum Ritual Ältesten des Mankind-Projects International gebracht. Über diesen Weg werde ich an dieser Stelle in absehbarer Zeit berichten.

Allen, die den vier Texten über mein Selbstverständnis als älter werdender Mann ihre Aufmerksamkeit geschenkt haben, danke ich sehr herzlich.

Ein kraftvolles, lebendiges, weil liebevolles Umgehen mit dem eigenen Älterwerden zuwünschend,

Hans Raimund Aurer

Weiser Delphin – mit dem liebenden Herzen des Minotaurus

Ritual Ältester des Mankind Projects International

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Hans Aurer
Über Hans Aurer 4 Artikel
Dr. Hans Raimund Aurer, geb.1945 in Mannheim; Studium der Visuellen Kommunikation, der Kunstpädagogik, Kunstgeschichte ,Politischen Ökonomie und Philosophie; Promotion bei Prof. Gert Selle und Prof. Rudolf zur Lippe; Arbeitsgebiete: Sympoietische Bildung, Integrative Pädagogik und Psychologie. Bis 2009 Lehrtätigkeit an Gymnasien in Kunst, Arbeitslehre und Philosophie sowie in der Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung an den Universitäten Flensburg und Bremen; außerschulische Ästhetische und Politische Bildung an Bildungsstätten im In- und Ausland.

Lebt und arbeitet in Freiburg i.B. und in Paleochora auf Kreta als freier Autor und Maler.

Seit 2000 Mitarbeit im ManKindProject International - seit 2015 Zertifizierter Ritual Ältester.

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