Schamanisches Vater & Sohn Camp

Jack Silver, Leiter der Kriegerschule beschreibt im MännerPortal.Net was auf seinem Vater-Sohn-Camp passiert.

Foto: Kriegerschule

Schamanisches Vater & Sohn Camp

Das Bedürfnis von Männern mit ihren Söhnen eine sinnbringende und spannende Zeit zu verbringen ist groß. Ob die Väter mit ihren Jungs zusammen leben oder die Kinder bei der Mutter sind, selten sind die Männer der Familie mal ganz unter sich.

10 Jahre Tradition
Vor 10 Jahren begann Jack Silver und sein Co Leiter Benedikt Kisters im Rahmen der Kriegerschule mit den Vater & Sohn Camps.

Väter und Söhne allen Alters finden sich mit Onkels und Paten, Freunden der Söhne, Neffen und Enkeln zusammen. Selten kommen auch Väter, deren Söhne nicht dabei sein können und Söhne, deren Väter keinen Bock auf so was haben.
Es geht vor allem darum, dass die Männer unter sich sind und dass die zwei, oft auch drei  Generationen eine gute Zeit miteinander verbringen.

Unter freiem Himmel
Das Campleben findet im Freien statt, bei Sauwetter steht ein große Indianerzelt (Tipi) zur Verfügung.

Oft schlafen die Jungs am Feuer unter einem großartigen Sternenhimmel. Ein Erlebnis, was für viele sehr besonders ist und die Augen zum leuchten bringt.

Entspannen
Männer unter sich entspannen sehr schnell. Wir genießen dass keine ängstliche Mutter dabei ist, die an jeder Ecke Gefahren sieht und dauernd „pass auf“ ruft.

Die Jungs hantieren mit Äxten und Macheten und gehen mit großen Feuern um. In 10 Jahren gab es keine nennenswerten Verletzungen durch den Umgang mit scharfem Werkzeug oder Feuer!

Eine Hauptbeschäftigung ist, das Holz von Hand zu zersägen, es kleinzuhacken und sogleich zu verbrennen.  Körpereinsatz und der Umgang mit Werkzeug ist eine echte Männersache und die Jungs machen den Alten oft ganz schön was vor (Was die Väter natürlich mit Stolz erfüllt).

Regeln auf dem Prüfstand
Das „Stammesleben“ mit vielen Vätern und Onkels ermöglicht den Erwachsenen einen neuen Blick auf bekannte Situationen. Was ist erlaubt? Was darf mein Junge und was nicht? Was ist gefährlich? Was ist fair?

Richtig und Falsch werden am Eingang abgegeben. Die wenigen Regeln im Camp die alle auf Respekt basieren genügen, ein friedvolles Zusammenleben zu gewährleisten.

Konflikte werden gewaltfrei gelöst und bei Bedarf wird der RadsKreis zusammen gerufen und der Sprechstab kreist, bis eine Lösung gefunden ist.

Schamanischer Hintergrund
Die drei Nächte und 4 Tage im Männercamp werden begleitet und getragen von einfachen schamanischen Ritualen. Der Respekt vor der Natur, vor allem was lebt, vor der Nahrung, den Tieren und vor allem auch untereinander wird groß geschrieben. Wir danken den Pflanzen für das Brennholz. Wir danken den Ahnen dafür, dass sie den Platz für uns vorbereitet haben. Wir fragen die Steine, ob sie in Schwitzhüttenfeuer möchten.

Wer an solchen Praktiken zweifelt sollte einmal erleben, mit welcher Selbstverständlichkeit die Kinder  mit Ritualen umgehen.

Der Höhepunkt
Die schamanische Schwitzhütte ist das zentrale und größte Ritual während des Camps. Die wenigsten Jungs und auch nicht alle Väter kennen diese Schwitzzeremonie.

Dieses erdverbundene und kraftvolle Ritual berührt jung und alt. Keiner muss in die Schwitzhütte und oft entscheiden sich die Herren erst fünf Minuten vor Beginn, ob sie mit hinein gehen.

Zuerst bekommen die Kinder ihre eigene Schwitzhütte, ältere Jungs entscheiden sich, ob sie mit den Männern oder den Kleineren schwitzen möchten. Danach schwitzen die Alten und die Jungs vergnügen sich am Feuer mit Stockbrot und Gruselgeschichten.

Ohne Druck
Nichts muss, (fasst) alles kann. Der rituelle Rahmen des Camps ermöglicht den Teilnehmern neue Sichtweisen auf die Beziehung von Vater & Sohn. Ohne als Erwachsener ständig einzugreifen oder vorzugeben, was zu tun und was zu lassen ist, kann Mann mit einem neuen Blick auf die Söhne Dinge entdecken, die im Alltagsstress und unter dem Gesellschaftsdruck einfach nicht an den Tag kommen können.

Väter und Söhne können sich aneinander erfreuen und es entstehen immer neue Freundschaften (oft auch zwischen Vater & Sohn).

Spielen kämpfen Bogenschießen
An ein Vater & Sohn Camp ohne Fußball ist nicht zu denken und wir wurden schon oft Zeugen von nervenzerreibenden Spielen. Kampfesspiele mit klaren Regeln ermöglichen den Jungs und Männern ein faires Kräftemessen. Ein Teil der Männer ist oft stundenlang mit Pfeil und Bogen beschäftigt. Wikinger-Schach wird gerne gespielt und vor allem die Jungs lieben es, wenn es gemeinsame Spiele mit den Erwachsenen und Kindern zusammen gibt.

Alle Söhne sind willkommen
Der bisher älteste Teilnehmer war 83 Jahre alt, er kam mit seinem 40 jährigen Sohn, der Jüngste hatte gerade einmal 2 Sommer gesehen.

Die unterschiedlichen Altersstufen rütteln sich wie von selbst zusammen, ältere Jungs übernehmen selbstverständlich Verantwortung für die Kleineren.

Vorbereitung für Übergangsrituale
Bei unserer größten Zusammenkunft, dem „schamanischen Sommercamp“ zelebrieren wir Übergangsrituale für Kinder und Jugendliche. Je  nach Reifegrad, (Nicht unbedingt nach Alter) werden Rituale in verschiedener Intensität durchgeführt.

So vom Kind zum Jugendlichen oder vom Jugendlichen zum Erwachsenen. Desgleichen werden einschneidende Ereignisse wie ein Schulwechsel, Einschulung oder ein Ortswechsel mit allen Konsequenzen im Übergangsritual gewürdigt.

Beim Vater & Sohn-Camp gibt es Gelegenheit in diese Rituale hinein zu schnuppern.

Termin:           30. Mai bis 02. Juni
Ort:                  Brigach / Hochschwarzwald
Kosten:            ab 18 Jahre 195,- | Ab 12 Jahre 100,- | Ab   4 Jahre  50,- | Unter 4 Jahre frei
Zzgl. Essens- und Platzkosten

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Über Jack Silver 5 Artikel
Jack Silver ist der Gründer der Kriegerschule und leidenschaftlicher Männer-Arbeiter. Er ist der Initiator der „Bruderschaft der Kraftstabträger“, die sich selbst als Bruderschaft der „Krieger des Herzens“ versteht. Es ist ihm ein großes Anliegen die persönliche Entwicklung von Männern zu fördern. Jack Silver verfolgt mit seiner Männerarbeit den Ansatz der Verwirklichung des ganzheitlichen, balancierten Mannes.

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