5 Tipps, wie du als Mann einen Burnout vermeidest

Burnouts oder Burnout-ähnliche Symptome sind weit verbreitete Phänomen unserer Zeit

Foto: Pixabay | LoggaWiggler

Burnout so scheint es, ist die neue Modekrankheit. Wer noch keinen hatte, der gilt als faul oder mindestens als unmotiviert oder antriebslos.

Burnout muss man heute gehabt haben um dazu zu gehören.

Okay, ich bin jetzt mal provokativ und einseitig in den Artikel gestartet.  🙂

Die Idee einen Artikel über Burnout zu schreiben hatte ich schon länger. Als mich kürzlich Tobias von Smartes Biohacking zu dem Thema interviewt hat, reifte der Entschluss es endlich zu tun.

Was ist überhaupt Burnout?
In Wikipedia wird es wie folgt definiert;

Mit Burnout-Syndrom oder Burn-out (engl. burn out ‚ausbrennen‘) wird ein Zustand bezeichnet, der von psychischer und physischer Erschöpfung gekennzeichnet ist. In medizinischen Lexika ist beschrieben, dass Burnout mit emotionaler Erschöpfung und dem Gefühl von Überforderung, reduzierter Leistungszufriedenheit und evtl. Depersonalisation infolge Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität einhergehe.. Wikipedia

Eines noch vorab: Wenn ich in diesem Artikel von Bunrout rede, dann meine ich nicht nur den Burnout im medizinischen Sinne, sondern auch alle Burnout-ähnlichen Symptome, die von der gleichen Wirkung und Konsequenz wie der medizische Burnout gekennzeichnet sind.

Jetzt kann man sich natürlich fragen, warum treten diese Symptome erst in der modernen Zeit auf. Zu den Zeiten unserer Eltern und Großeltern hatte niemand einen Burnout.

Ich denke es lag daran, dass die Menschen damals gar keine Zeit hatten um sich selbst zu reflektieren. Wer als Soldat unter feindlichem Beschuss im Schützengraben liegt, wer mit seiner Hände Arbeit seine mehrköpfige Familie ernähren muss, wer als Hausfrau für die Familien putzen, kochen, waschen muss und das ohne elektrische Geräte, der muss in erster Linie funktionieren.

Wie es den Menschen dabei ging, ist eine andere Frage.

Ich sehe es als Geschenk, dass wir uns in der Gegenwart den „Luxus“ der Innenschau, der Selbstreflexion und der Persönlichkeits-Entwicklug leisten können.

Hier also meine 5 Tipps:

1. Betätige dich regelmäßig körperlich
Wenn du einen Job hast, der sehr viel mit körperlicher Arbeit zu tun hat, dann ist dieser Punkt vielleicht nicht so wichtig für dich.

Männer müssen sich auspowern, sie müssen den Wilden Mann in sich spüren und sich körperlichen Herausforderungen stellen. Da die meisten Männer generell mehr im Kopf sind als im Gefühl (Ganzheitliche Männer mal ausgenommen 🙂 ) ist eine körperliche Betätigung genau das Richtige um mehr in den Körper zu kommen.

Wenn du ca. dreimal in der Woche an deine körperlichen Grenzen kommst, dein Puls steigt, du das Adrenalin in deinem Blut spürst, dann fühlst du dich wieder lebendig.

Ich z.B. sitze oft den ganzen Tag am PC und gestalte Webseiten oder bin in einem Coaching. Mir tut es danach einfach gut, wieder meinen Körper zu spüren und mich richtig auszupowern.

Ich schnappe dann mein Sportzeug und fahre ins 5 Minuten entfernte Studio und laufe eine halbe Stunde auf dem Cross-Trainer. Es ist zwar immer wieder eine Herausforderung aber hinterher geht es mir wieder richtig gut. Ich spüre mich mehr und genieße das gute Gefühl meinen Inneren Schweinehund überwunden zu haben.

Mach aber nicht den Fehler und fange als untrainierter Mann an sofort von 0 auf 100 zu gehen. Lass es langsam angehen. Fang  gemäßigt an Sport zu machen und steigere dich langsam.

Weitere positive Effekte sind, dass dein Körper männlicher und schlanker aussieht. Dein Innerer Krieger wird auch im Außen sichtbar. Deine körperliche Leistungsfähigkeit nimmt zu was dir letztlich auch bei deinen sexuellen Aktivitäten zugute kommt. 🙂


2. Schaffe dir ausreichend ICH-Zeiten und verbringe Zeit mit dir alleine

Ein starkes Anzeichen, ob du Burnout gefährdet bist, ist, wenn du dir gar keine Zeit mehr für dich nimmst.

Viele Männer definieren sich sowieso mehr über ihr Tun und habes es nie gelernt mal auf konstruktive Weise nichts zu tun oder etwas zu tun, was scheinbar keinen konkreten Nutzen schafft.

Was du in dieser Zeit tust, ist völlig egal, Hauptsache es bringt dir Entspannung und befreit dich vom Alltags-Stress.

Gute Möglichkeiten sind:

  • Meditation
  • Yoga
  • in die Stille gehen und
  • Kontakt mit deiner Inneren Stimme aufnehmen
  • Selbstreflexion
  • Lausche nach Innen, was es gerade in dir denkt ohne zu Bewerten.

Ein guter Ansatz ist auch dich dabei nur zu Beobachten. Tritt innerlich einen Schritt zurück und schau dir selbst zu. Auf diese einfache Art und Weise erlangst du einen gewissen Abstand zu deinem stressigen Alltag und die (scheinbaren) Probleme sind auch auf einmal gar nicht mehr so groß.

Schaffe dir Rituale. Lege bestimmte Zeiten fest, an denen du deine ICH-Zeit nimmst. Kommuniziere das auch den Menschen in deiner Umgebung, deiner Partnerin, deinen Kindern. So ist sichergestellt, dass du in dieser für dich heiligen Zeit nicht gestört wirst.

Ich habe mir die erste und letzte Stunde meines Tages, also die Zeit nach dem Aufstehen und vor dem zu Bett gehen dafür freigehalten.

Du kannst auch alltägliche Handlungen in dein Ritual einbauen wie Rasieren, Duschen oder Zähneputzen.

Ich mache nach der Morgen-Toilette erstmal die 5 Tibeter und dann noch 4-6 mal den Sonnengruß. Dann setze ich mich hin, meditiere, schreibe mein Entwicklungstagebuch und schau mir in Ruhe und aus der Stille heraus mein Pensum für den Tag an.

Wenn ich wenig Zeit habe, dann lasse ich den letzten Teil auch mal weg. Wichtig ist, dass du dir diese Zeiten gesetzt und freigehalten hast und auch überwiegend einhältst.

Mach kein Dogma draus, sonst wird es wieder stressig und das wollen wir ja vermeiden. 🙂


3. Suche den positiven Kontakt mit anderen Männern

Ich glaube für die meisten Männer ist es wichtig einen ehrlichen und authentischen Kontakt zu anderen Männer zu haben.

Oft gehen Männer untereinander zwar rauh und herzlich mit einander um, aber sie vermeiden es ihre Gefühle zu zeigen und zu offenbaren wie es ihnen wirklich geht. Manche Männer schaffen es sogar das vor sich selbst zu verbergen.

Kontakte werden dann nur über Dinge im Außen aufgebaut. Man(n) spricht über Fußball, Autos, Bier und Titten.

Versteh mich jetzt bitte richtig. Das kann ja jeder Mann für sich selbst entscheiden und ich will das gar nicht werten. Es geht mir hier nicht um richtig oder falsch.

Was ich meine, ist der echte Kontakt unter Männer, wo jeder Mann sich so zeigen kann wie er ist. Wo alles ob Schatten oder Licht willkommen ist. Wenn du dich auch nur einmal im Monat in einer solchen Runde triffst, dann wirst du mit der Zeit spüren, wie gut dir Energie im Kreis der Männer tut.

Mittlerweile haben das viele Männer erfahren und es gibt bestimmt auch in deiner Nähe eine Männer-Gruppe die du mal unverbindlich besuchen kannst. Auch im MännerPortal.Net findest du Anregungen unter Männer-Projekte.

Auch oder gerade die Kirchen haben da ein riesiges Angebot. Schau einfach mal bei Google nach.

Vielleicht ist es gerade nicht dein Ding so mir nichts dir nichts zu einer bestehende Gruppe zu gehen.

Dann schau dich in deinem Freundes- und Bekanntenkreis um, welche Männer dafür in Frage kommen. Es ist auch in Ordnung, wenn du dich zunächst mal nur mit einem Mann triffst und ihr am Anfang keine tiefgründigen Themen habt.

Wichtig ist, dass du überhaupt in Kontakt gehst.


4. Suche dir einen Job, der dich erfüllt

Wenn jemand einen Job ausübt, der für ihn keinen Sinn macht, dann ist es eigentlich unausweichlich, dass er früher oder später in einer Situation mit Burnout-Symptomen landet.

Viele Männer machen eine stereotype und öde Arbeit die sie nicht befriedigt. Sie sind meilenweit von ihrer Mission entfernt. Für den Ganzheitlichen Mann ist es eines der wichtigsten Ziele sein Leben einer höheren Mission und einem übergeordneten Ganzen zu weihen.

Fehlt dies dann kommen oft Fingerzeige von oben, das eigene Leben zu überdenken und ihm eine neue Richtung zu geben.

Ein Burnout stellt oft einen solchen Fingerzeig dar.

Schau nicht mehr weg und verdränge eine ungeliebte und stressige Arbeitssituation. Schau dir genau an, was für dich nicht stimmt und was anders und besser sein sollte.

Schau dir an was du sofort ändern kannst und was nach einer guten Strategie und einem funktionierenden Plan verlangt.

Ermittle die Dinge, die du gut kannst, die dir leicht von der Hand gehen, die dir Freude machen und für die du Talent hast.

Hol dir professionelle Hilfe!

Wenn du glaubst, du kannst damit nicht deinen Lebensunterhalt verdienen, dann richte dein Leben so ein, dass du diesen Bereichen dennoch Raum gibst. Oft ist es schon sehr befreiend seine Mission, seine Berufung, seine VLV ehrenamtlich oder als Hobby auszuüben.

Meist entstehen dann die sogenannten Synchronizitäten. Das bedeutet du lernst Menschen kennen die dir weiterhelfen können, du bekommst Rückenwind und du siehst neue Perspektiven mit deiner Mission doch deinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Selbst wenn das nicht passiert, dann empfindest du zumindest wesentlich mehr Lebensfreude und entfernst dich immer mehr von einer  Burnout-Gefährdung.

Ich persönlich halte diesen Punkt für so wesentlich,  dass ich ihm bei meinen Coaching-Aktivitäten einen eigenen Bereich eingeräumt habe.  -> www.ganzheitlicher.coach/vlv-coaching.


5. Verändere deine Sichtweise und Glaubenssätze über dich und das Leben

So, jetzt hast du die ersten vier Punkte gelesen. Vielleicht hast du zustimmend genickt und dann aber bei dir gedacht: Ist ja schön und gut was der Tom da schreibt, aber bei mir wird das nicht funktionieren.

Gedanken wie:

  • Ich habe dafür gar keine Zeit.
  • Meine Frau oder Partnerin wird da nicht mitspielen.
  • Eine ICH-Zeit ist egoistisch
  • Ich kenne keine anderen Männer mit denen ich mich treffen könnte.
  • Ich habe keine Talente und Fähigkeiten.
  • Mit meinen Talenten und Fähigkeiten kann ich kein Geld verdienen.

oder Ähnliches sind dir durch den Kopf geschossen.

Dazu gibt es einen Spruch.

Wer etwas will findet Wege, wer etwas nicht will findet Gründe.

Wenn du so denkst wie oben beschrieben, dann mache dir bewusst, dass es möglicherweis nur Glaubensätze sind, die du über dich und das Leben hast.

Diese Glaubensätze kannst du ändern.

Das Leben ist immer nur so wie du es siehst.

Wenn du z.B. glaubst das Leben ist schwer und ungerecht, dann wird dein Leben so sein.

Deine Sichtweise auf dein Leben ist entscheidend.

Nur du hast es in der Hand, ob du in deinem Leben etwas verändern willst. Wenn du es wirklich willst, dann wird es dir auch gelingen.

Du musst auch nicht alle Punkte auf einmal umsetzen. Fange mit einem an und achte drauf, ob und wie sich dein Leben anfängt zu verändern. Wie es sich plötzlich besser anfühlt.

Dann gehe an den nächsten Punkt und setze ihn um.


Fazit:

Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Lass nicht zu, dass du dich immer mehr von dir entfremdest. Sorge für dich und arbeite auf ein eingeständiges und erfülltes Leben hin.

Wenn du meine 5 Tipps befolgst, dann wird das dich dabei unterstützen.

Viel Erfolg und vor allen Dingen viel Spaß.


Was machst du für dich, um Burnout und Stess zu vermeiden?

Hast du noch Tipps für uns an die Leser?

Dann schreib sie unten in den Kommentar.

Über Tom Süssmann 28 Artikel
Tom Süssmann ist Jahrgang 1957 und hat zwei Söhne (geb. 1994 und 1999).

Er arbeitet mit großer Leidenschaft als WebDesigner+Coach und er beschäftigt sich schon seit 2006 mit dem Thema Männer-Arbeit, seit 2009 auch mit der Jungen-Arbeit.

Die Idee einer eigenen Website für Männerthemen entstand schon 2007 kurz nachdem er das Initiations-Wochenende von ManKind Project Deutschland durchlaufen hatte.

Tom: "Ich hatte damals im WWW recherchiert, aber nur wenig Information zur Männer-Arbeit gefunden. Da enstand die Idee etwas eigenes zu machen"

Neben der Männer-Arbeit, für die er auch ein spezielles Männer-Coaching anbietet, liegt Tom auch am Herzen Menschen dabei zu unterstützen ihre Berufung, Herzensarbeit kurz VLV zu finden und davon leben zu können.

In seiner WebAgentur schließlich erstellt er für seine Kunden individuelle Webseiten und unterstützt sie mit Ganzheitlichem WebDesign.

Mehr über Tom ->

Tom im Web:
www.süssmannWeb.de
Ganzheitliches WebDesign
www.ganzheitlicher.Coach
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