MKP-Präsenz bei Mann-sein-Konferenz ein voller Erfolg

Der Weg meiner Aussöhnung mit meiner Herkunft und männlichen Identität

Bereits am Tag nach der zweitägigen MANN SEIN Konferenz, die am 2./3. Juni über 400 Männer aus ganz Deutschland in Berlin besucht haben, hat sich der erste Teilnehmer für die MKP-Männergruppe in Berlin angemeldet.

Der Grund: Der bundesweite Verein war mit vier Männern aus Berlin und Stuttgart mit einem Messestand vor Ort.

„Das ist doch super gelaufen“, meint der Bundesvorsitzende Terje Lange auf der Heimfahrt am Sonntag im ICE nach Stuttgart. Günstig war demnach, dass das Quartett das Spektrum von Männern vom Freak bis zum Bürgerlichen abdeckte und somit jeder Interessent den passenden Ansprechpartner fand.

Allerdings waren die Zeitfenster für solche Begegnungen sehr begrenzt, weil das Konferenz-Programm mit Referaten im Plenum und Workshops in kleinen Gruppen dicht getaktet war.

„Viele Besucher waren in den kurzen Pausen auch platt und wollten einfach nur zur Toilette oder etwas trinken,“ sagt Terje. Nicht nur dem Sozialarbeiter, der in Stuttgart ein Jugendhaus leitet, fiel auf, dass vor allem junge Männer lieber mit ihren Smartphones die Roll-ups am Messestand fotografierten als die MKP-Männer anzusprechen.

So entwickelte einer die Strategie, während der Pausen im Plenum allein sitzende oder stehende Männer anzusprechen und zu fragen, warum sie da sind und woher sie kommen.

So entstand bereits eine Verbindung und die Männer waren eher offen, sich zu erkundigen, wer sie hier warum anspricht. Oft dauerten solche Gespräche fünf und mehr Minuten, in denen sich die Männer offen und neugierig zeigten, MKP idealerweise bei sich zu Hause vor Ort kennenzulernen.

Foto: Christian Klant | MKP bei der MANN SEIN Konferenz 2018 in Berlin

Als günstig erwies sich, dass Terje in der Diskussion mit Hirnforscher und Bestseller-Autor Gerald Hüther nach dessen Vortrag aus seiner Sozialarbeit erzählte und eine Frage stellte.

Daraufhin sprachen ihn anschließend viele Besucher an, die seine Klarheit beeindruckte.

In Summe führte das Quartett rund 40 qualifizierte Gespräche. So mit drei jungen Männern aus Magdeburg, die gerne in eine MKP-Gruppe hinein schnuppern würden; oder einem Wiener Masseur, der nun überlegt, in Österreich MKP zu etablieren, aber sehr viel Respekt vor dieser Aufgabe hat.

Andere hatten es da leichter, da ihnen gleich eine von bundesweit rund 45 Gruppen in ihrer Nähe genannt werden konnte. Deshalb ist für den Verein spannend, welche Resonanz die kommenden Wochen bringen.

Foto: Christian Klant | MKP bei der MANN SEIN Konferenz 2018 in Berlin

Schön war für die Aussteller zu erleben, dass rund zehn initiierte Männer an der Konferenz teilnahmen, die sich über die Präsenz ihres Vereins freuten und teils spontan an der Mitgliederwerbung beteiligten. Das Quartett entwickelte sich in diesen knapp 48 Stunden zu einem brüderlichen Team.

Einhelliger Tenor: 2019 will der Verein bei der Konferenz im Bühnenprogramm vertreten sein, idealerweise mit konkreten Übungen, wie sie in den Gruppen praktiziert werden.

Denn die vielen Referate bedienten vorrangig den Kopf (Wissen), dagegen waren konkrete Erfahrungen (Gefühle) wenig zu machen. Positiv erlebten die Männer, dass von Welt über Berliner Kurier und Taz bis zum RBB-TV die Medienresonanz sehr groß und positiv war.

Und auf der FB-Seite von „Mann-sein“ entspann sich nach dem Referat eines Finanzcoaches über Geld eine kontroverse Debatte rund um seinen Vortrag und letztlich das Thema. Dieser Reflex belegt, dass das Thema trotz Widerständen dringend auf die Agenda solcher Männertreffen gehört.


Weiter Artikel zur MANN SEIN Konferenz 2018:
Feedback verschiedener Männer (u.a. von Leonard Fromm) zur MANN SEIN Konferenz.
https://www.maennerportal.net/feedbacks-zur-mann-sein-2018/

Ein persönlicher Bericht von Eilert Bartels, der auf der MANN SEIN mit seiner Ausstellung „huMANNoid – Männer sind Menschen“ vertreten war.
https://www.maennerportal.net/von-maennern-und-woelfen/

Leonard Fromm
Über Leonard Fromm 3 Artikel
Leonhard Fromm (Jg. 1963) wächst als jüngstes von fünf Geschwistern katholisch geprägt auf. Nach dem Theologie-Studium wird der ehrenamtliche Jugendarbeiter aber nicht katholischer Priester, sondern Wirtschaftsredakteur. Dreimal wechselt der zweifache Vater die Zeitung, ehe er sich 2001 in Göppingen als Kommunikationsberater selbstständig macht. Seine zweite Scheidung reißt dem Familienmenschen 2009 den Boden unter den Füßen weg.

Statt Suizid, zu dem er zu feig ist, macht Fromm eine zweijährige gestaltpädagogische Ausbildung, an die er eine vierjährige gestalttherapeutische Ausbildung anschließt, um kontinuierlich in seine Veränderung zu kommen und in seinen Handlungsweisen virtuoser zu werden. 2013 absolviert der in dritter Ehe in Schorndorf Verheiratete, dessen Agentur mittlerweile mit acht Mitarbeitern bundesweit für Markt- und Technologieführer arbeitet, bei MKP ein Initiationswochenende und engagiert sich seither ehrenamtlich in der Männerarbeit.

Längst verbindet der Journalist (Kommunikation nach draußen) und Gestalttherapeut (Kommunikation nach innen) beide Kompetenzen in seiner täglichen Arbeit, in dem er für seine Kunden auch Trainings anbietet und Führungskräfte und Klienten im Einzel unterstützt. Hinzu kommen offene Männer-Seminare in Kooperation mit bewährten Trainern. Seine Mission: Leben in Wahrhaftigkeit und Krisen als Chance nutzen.
www.der-medienberater.de

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